Ihr Lieben… zum Ende des Jahres widmen wir uns nochmal einem kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr und einem Ausblick auf das neue Jahr.

Beim Reflektieren und in unserem stetigen Austausch miteinander, wurde uns deutlich, dass uns unsere Entwicklungen in Bezug auf unsere Freiberuflichkeit aktuell sehr beschäftigen. Auch in unserem letzten Systemischen Wohnzimmer- Treffen im November in Hannover, haben wir uns gemeinsam mit Euch über genau diese Dinge ausgetauscht. Auch Ihr habt über Eure Wege berichtet und darüber, welche Erkenntnisse Ihr über die Zeit über Euch selbst, aber auch die allgemeinen Prozesse, erlangen konntet.

Immer wieder kommen dabei die Fragen auf, „bin ich eigentlich der Typ oder die Typin für eine freiberufliche Tätigkeit, bzw. eine Selbstständigkeit?“ Wir reflektieren in dieser Folge gemeinsam darüber, dass es hilfreich sein kann, sich die Frage zu stellen, „wieviel Risiko bin ich bereit auf mich zu nehmen und wieviel Sicherheit in Bezug auf meine wirtschaftliche Situation brauche ich in meiner beruflichen Tätigkeit eigentlich?“

In unseren Treffen im Wohnzimmer mit Euch, wird immer wieder klar, dass wir ganz unterschiedlich damit umgehen. Einige von uns versuchen eine Balance herzustellen zwischen, einem gewissen Maß an Sicherheitsbedürfnis und dem sich entfalten wollen in eigenen Herzensprojekten. Andere entscheiden sich erstmal gegen den Weg in die Freiberuflichkeit und wieder andere von uns, berichten darüber, dass sie gerne „Nägel mit Köpfen machen“. Sie kündigen ihre angestellten Jobs und wagen den vollständigen Weg in die Selbstständigkeit. Manche von uns probieren sich erstmal aus in ihrer Freiberuflichkeit, stellen später fest, dass sich der Weg anders entwickelt und gehen beispielsweise zurück in eine angestellte Tätigkeit.

So wie wir, sind auch unsere Wege und Möglichkeiten vielfältig und bunt. Was schön ist es festzustellen, dass uns auf diesen unterschiedlichen Wegen häufig ähnliche Gefühle und Empfindungen begleiten. Oft geht es um die große Freude und Motivation darin etwas zu erschaffen, um Engagement und Motivation, ein Gefühl von Lebendigkeit und Selbstverwirklichung in der eigenen beruflichen Identität.

Begleitet ist das auch immer wieder mal von Ängsten, Sorgen und Scham… darüber sich zu zeigen wollen oder das Gefühl zu haben scheitern zu können oder gescheitert zu sein, wenn beispielsweise das eigene Angebot nicht so viel Resonanz erzeugt, wie wir es uns erhoffen. Viele von uns kennen z.B. mehr oder weniger die Situationen, dass wir ganz viel Herz und Kreativität in die Ausgestaltung und das Angebot von Seminaren geben und dann gibt es leider manchmal nicht genug Anmeldungen. Oder wir erleben die Auslastung unserer Therapie- und Beratungssettings phasenweise als sehr unterschiedlich. Vom alljährlichen, manchmal monatelang andauernden „Sommerloch“, über die oft hoch frequentierten Anfragen im Frühling, Herbst und Winter.

Da kann es schon mal Mut brauchen, sich mit den eigenen Angeboten zeigen zu können und Geduld, Gelassenheit und einen freundlichen, wohlwollenden Blick auf uns selbst, wie wir mit Resonanz oder vielleicht auch Nicht- Resonanz darauf, umgehen können.

Eigentlich braucht es auf diesem Weg ein, „Hallo, hier bin ich!“ und genau das ist es, was uns manchmal gar nicht so leicht fällt. Immer wieder stellen wir uns die Fragen, „wie kann ich mich sichtbar machen? Was möchte ich eigentlich von mir preisgeben? Was sagen meine Website oder meine Räumlichkeiten eigentlich über mich aus? Und wer kann mich eigentlich unterstützen dabei meine eigene Identität in meiner BeraterInnen oder TherapeutInnen- Rolle zu finden?“

Genau daraus ist unser Wunsch nach Verbundenheit und gegenseitigem Support im Rahmen unserer Projekte, wie das systemische Wohnzimmer- Treffen und dieser Podcast, entstanden.

In dieser aktuellen Folge berichten Ben und ich darüber, dass wir den Weg uns nach außen zeigen zu wollen und mit unseren Ideen und Herzensprojekten raus in die Welt zu gehen, einen ganz tiefgreifenden, naja nahezu therapeutischen Prozess erleben, der auch natürlich noch lange nicht abgeschlossen scheint. 😉

Wir haben beide aus einem Wunsch nach einem gewissen Maß an Sicherheitsempfinden heraus entschieden, unsere Freiberuflichkeit, neben unserer angestellten Arbeit in Teilzeit, aufzubauen. Für uns beide spielt dabei auch eine große Rolle, dass wir das was wir schon viele Jahre in unserer angestellten Arbeit als Entwicklungspsychologe oder bei mir aus dem Jugendhilfekontext heraus tun dürfen, als sinnstiftend und wertvoll empfinden. Gleichzeitig zieht es uns in unsere vielen anderen „Säulen“ der Freiberuflichkeit, wie unsere Beratungs- und Supervisionssettings, die Seminare, Fachtage, Workshops und natürlich unser Herzens- Podcast- Projekt. ☺️

Manchmal ist es herausfordernd alles gemeinsam zu handeln und dabei gut auf sich selbst zu achten in der Koordination der Dinge, die auf der „To-Do,- Must-Do,- oder Wish-To-Do-Liste“ stehen.

Fazit ist am Ende… wir sind stetig in Bewegung, in Entwicklung, in Erkenntnissen, in Selbstreflexion und wie wunderbar das ist, dass wir damit nicht allein sind, sondern dass es so vielen von uns da draußen so geht und dass wir uns gegenseitig unterstützen können, in dem wir unsere Erfahrungen miteinander teilen.

Das war für uns ein grandioses Podcast- und freiberufliches Jahr und gerne möchten wir an dieser Stelle noch einen kurzen Ausblick auf das kommende Jahr 2026 geben:

Wir haben wieder viele Podcast- Recording- Ideen und um vielleicht schon mal ein paar mit Euch zu teilen… wir wollen gerne was zu den Themen „Paartherapie“, „Umgang mit Konflikten“, „Coaching, Beratung, Mediation… „… ach und noch Vieles mehr… machen und wir laden auch wieder ganz wunderbare GästInnen ein. 🙂

Außerdem laden wir Euch ganz herzlich ein zu zwei Seminar- Herzens- Projekte von uns…

am 28. März 2026 findet unser Seminar, „Therapie meets Improtheater“ in Hannover statt und

vom 22. – 25. Mai 2026 laden wir Euch ein zu einem verlängerten Selbsterfahrungs- Wochenende mit Aufstellung, Achtsamkeit und Yoga, mimt Übernachtung im Harz.

Bei Fragen dazu oder für die Anmeldung meldet Euch gerne unter info@benjamin-hilge.de

Und was kommt zum Schluss? 😊

Ein ganz warmherziger Dank an Euch dafür, dass Ihr Lust habt uns in unserem Podcast zuzuhören, uns zu folgen, Eure Meinungen zu äußern und was uns auch besonders berührt hat, dass wir in unseren Statistiken ersehen konnten, dass Ihr unseren Podcast weiterempfehlt und ihn wiederum in Euren Communities teilt. Das bedeutet uns sehr viel! 💚

Alles Liebe für Euch… Tina und Ben