Hallo Ihr Lieben, heute übernehme ich hier im Blog mal das Wort für Tina. 💚 Es fühlt sich ein bisschen so an, als würden wir gerade einen großen Bogen schlagen – passend zum Übergang vom Winter hin zu den ersten wärmeren Tagen hier in Hannover. Kennt Ihr das, wenn man nach einer Phase der Planung merkt, dass etwas Neues in Bewegung kommt? Genau so war es mit dieser Folge. Ich erinnere mich noch gut, wie ich Sasha Saumweber letztes Jahr auf dem Bildungskongress in Göttingen erlebt habe. Ich fand ihren Ansatz sofort spannend, weil mir schnell klar wurde: Das, was dort praktiziert wird, ist im Kern durch und durch systemisch. Heute sitzen wir nun endlich zusammen und sprechen über ein Thema, das mir in meiner täglichen Arbeit im Kindergarten sehr am Herzen liegt: die Pädagogik.

Sasha arbeitet für die Heinz und Heide Dürr Stiftung und ist dort eine engagierte Botschafterin des Early Excellence Ansatzes. Wenn man Sasha zuhört, spürt man, dass dahinter eine tiefe Haltung steht, die weit über ein bloßes Konzept hinausgeht. Es ist eine Art, wie wir auf Kinder blicken, aber eben auch auf die Erwachsenen, die sie begleiten. Zentral ist dabei der „positive Blick“ – und damit meinen wir keine oberflächliche Harmonie, die Schwierigkeiten ausblendet. Es geht vielmehr um das Vertrauen in den „Guten Grund“. Sasha hat das treffend formuliert: Jedes Verhalten ergibt Sinn, wenn man die Hintergründe versteht. Egal, ob ein Kind in der Gruppe auffällt oder Eltern ein Angebot ablehnen – es gibt (fast) immer eine Ursache, die im jeweiligen Kontext absolut stimmig ist.

Ein Punkt, der uns im Gespräch besonders beschäftigt hat, ist das Leitbild: „Eltern sind die ersten Experten für ihre Kinder“. In Kitas löst dieser Satz oft Widerstand aus, da Fachkräfte um ihre eigene Professionalität fürchten. Doch eigentlich ist es ein Gewinn, wenn man die Expertisen zusammenlegt: die pädagogische Fachkraft mit ihrem theoretischen Hintergrund und die Eltern mit ihrem tiefen Wissen über das eigene Kind. In diesem Zusammenspiel bereichern wir uns gegenseitig, statt in Konkurrenz zu treten.

Sasha bringt eine beeindruckende Vielschichtigkeit mit. Sie ist nicht nur Sozialpädagogin, sondern hat auch einen Master of Philosophy in Neuseeland absolviert. In meiner Recherche bin ich darauf gestoßen, dass sie zudem als Begleiterin für Tiefenimagination arbeitet. Diese Methode schlägt wunderbare Brücken zum Inneren Familiensystem (IFS). Es geht darum, den heilen Kern in uns zu finden, den wir in der Systemik so oft suchen. Sasha hat uns zudem an persönlichen Meilensteinen ihrer Biografie teilhaben lassen – eine Offenheit, für die ich in dieser persönlichen Begegnung sehr dankbar bin.

Wir haben im Gespräch auch über herausfordernde Themen wie Adultismus philosophiert – also die Frage, wie wir als Erwachsene verantwortungsvoll mit unserer Macht gegenüber Kindern umgehen. Verantwortung zu übernehmen bedeutet eben nicht, Kinder sich selbst zu überlassen, sondern einen sicheren Rahmen zu bieten. Wenn ein Kind im Winter keine Jacke anziehen will, gehört es zur Fürsorge, es vor Schaden zu bewahren, statt unter dem Deckmantel der Partizipation wegzusehen. Nur in einem sicheren Umfeld ist echte Entwicklung möglich.

Wir sind uns einig: Unser Ziel muss es sein, Kinder ohne Beschädigung durch diese prägenden Jahre zu begleiten. Ich bin sehr dankbar für diesen Austausch und die Unterstützung durch die Heinz und Heide Dürr Stiftung, die dieses Treffen ermöglicht hat. Hört gerne rein in diese Folge – sie ist ein Plädoyer für ein echtes Miteinander und eine wertschätzende Entwicklung.

Mich würde interessieren: Wo in Eurem Alltag fällt es Euch am schwersten, den „Guten Grund“ hinter einem schwierigen Verhalten zu sehen? Und was hilft Euch dabei, dennoch im positiven Blick zu bleiben? Wir freuen uns auf Eure Gedanken im Blog oder bei Instagram! 💚

Ganz herzliche Grüße, Ben (in Vertretung für Tina).

Heute habe ich den Blogbeitrag übernommen, da Tina gerade anderweitig beschäftigt ist. Beim Schreiben habe ich mir ein wenig KI Support gegönnt, um Tinas Stil treu zu bleiben und gleichzeitig meine Eindrücke aus dem Gespräch mit Sasha kompakt für Euch zusammenzufassen.